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Sina - Kömür

Weil Fergus erst am Samstagabend aus England zurück kommt, möchte Christine am Sonntag ins Tierheim gehen.

 

Ich muss Kömür und Pancho in Fethiye abholen. Bevor ich losfahre, kommt ein Alarm. Eine Katze, die in einer Hotelanlage betreut wird, kann nicht mehr auf den Beinen stehen. Ich frage mich manchmal, warum unser Verein angerufen wird, die Leute denken wirklich, dass wir eine Tierambulanz haben. Wieso setzen sich diese Leute nicht ins Auto und fahren ihre Tiere selbst zum Tierarzt? Sobald wir die Leute anmeckern, ist es dann nicht mehr ihre Katze, sondern eine Straßenkatze. Wie auch immer, ich nehme den kleinen Tiger mit.

 

In Fethiye angekommen, haben wir den Tiger gleich mal unter die Lupe genommen. Entweder sie wurde getreten oder ist angefahren worden, sie hat Schmerzen im Rückgrat, aber der Tierarzt stellt fest, dass sie die Hüfte gebrochen hat. Sie benutzt beide Beine und das ist sehr wichtig. Eine Operation ist nicht notwendig, sie bekommt alle Medikamente, die sie braucht, und ein Schmerzmittel, sie hat zwei Wochen Ruhe verschrieben bekommen. Nächste Woche soll sie noch mal untersucht werden.

 

Ich muss in Fethiye noch einiges erledigen und komme in zwei Stunden zurück, um die Hunde abzuholen. Als alles erledigt ist, gehe ich die Klinik und möchte die Hunde jetzt mitnehmen. Aynur ruft den jungen Assistenten und meint doch ganz locker: „Vahdet, bring mal den Kangal und den PITBULL hoch“. Aynur kann es mir ansehen – ich wollte es ja nicht wahr haben, aber ja, Kömür ist ein Pitbullmix und sie hat keine Welpen, denn sie ist schwanger, hochschwanger. Nun kann ich sehen, dass sie ziemlich dünn ist, ich habe nicht gesehen, dass sie schwanger ist! Aber dafür bin ich ja mittlerweile schon bekannt, bei Irma habe ich es ja auch erst sehr spät gesehen. Ich weiß, nicht jeder befürwortet einen Schwangerschaftsabbruch, wenn die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist, aber wir haben keine andere Wahl. Wir können uns keine Geburten leisten, wir haben zu viele Hunde! Unser Tierarzt ist immer sehr böse auf mich, aber er weiß, dass es meinerseits bei dieser Entscheidung bleiben wird. Wir haben keine Wahl und dabei bleibt es!

 

Nun erzählt mir Aynur noch, das Kömür sehr aggressiv war. Jetzt läuft mir heißes Wasser über den Kopf. Vahdet, der junge mutige Assistent, kam aber mit einer schwanzwedelnden Kömür an. Ich konnte sie streicheln und sie war wirklich lieb, keine Aggression. Aynur hat mich dann beruhigt und meinte, dass sie aggressiv war, weil sie in der Box saß, sie fühlte sich bedrängt und hatte Angst. Schön und gut, aber alle Hunde haben die gleiche Angst und beißen nicht um sich. Ach je, ich habe keinen guten Tag.

 

Als ich im Tierheim ankomme, muss ich Feridun erst warnen. Ich will die Hündin mitsamt der Box in den Einzelkäfig tragen. Feridun hat mich ausgelacht, er macht die Box auf, leint den Hund an und läuft mit ihr runter zum Käfig. Ich muss wohl so langsam spinnen, was ist mit mir los, wo kommt diese Angst her? Was ist aus Kamikaze-Sina geworden, die sich auf jeden Hund schmeißt und jede Katze mit der Magic-Hand fängt? Bin ich krank oder werde ich alt? Aber ich weiß, ich habe ein ungutes Gefühl mit diesem Hund, ich hoffe ich täusche mich!

 

Zu Irma habe ich es gerade noch vor Dunkelheit geschafft, sie ist nicht da, aber ich stelle ihr Futter und Milch hin.

 

Feierabend – für heute reicht’s mal wieder!

 

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