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Christine - Sturmschäden

Gestern war wieder schreckliches Wetter, so dass wir beschlossen haben, erst heute, am Sonntag, ins Tierheim zu fahren – eine richtige Entscheidung, denn inzwischen regnet es kaum noch.

 

Die Ankunft im Tierheim ist ein Ereignis für sich – mehr als 20 Hunde kommen dem Auto entgegen gerannt. Wenn sie wüssten, was ein roter Teppich ist, würden sie einen für uns ausrollen! Welch ein Empfangskomitee, eine Hundevielfalt vom größten Hund (Doris, rund 55cm) bis zum kleinsten (Melba, kaum 20 cm)! Ich muss aussteigen, um sie abzulenken, damit Fergus vorbeifahren und das Auto parken kann.

 

Das schlechte Wetter hat ziemlich viel Schaden im Tierheim angerichtet! Es ist inzwischen 15 Jahre alt und einige Metallteile sind schon rostig, da sind Sturm und Regen natürlich nicht gerade nützlich. Unterhalb des kleinen Hauses ist ein „Fluss“ entstanden – so etwas habe ich zuvor noch nie gesehen! Hoffentlich gibt es keine Überschwemmung! Und Feridun zeigt uns noch mehr Schäden. Im Bereich für große Hunde lassen sich die Türen von zwei Käfigen nicht mehr öffnen und schließen. Das Tierheim ist voll, das Wetter ist furchtbar und wir brauchen diese zwei Käfige dringend. Fergus hilft Feridun die Käfigtüren zu öffnen, damit die Hunde hineingehen können. Aber noch mehr Reparaturen sind dringend nötig, und dazu müssen wir unter anderem Löcher bohren. Leider hat unser alter Generator seinen Geist endgültig aufgegeben und im Tierheim gibt es keinen Stromanschluss! Zum Glück leiht ein Freund uns für dieses Mal seinen Generator, aber wir müssen so bald wie möglich wieder einen eigenen Stromerzeuger beschaffen – klein, gebraucht und vor allem billig.

 

Zwei der drei Welpen, die letzte Woche krank waren, sind wieder im Tierheim – sie sehen sehr gesund aus. Aber das schwarze Mädchen (ich weiß immer noch nicht, ob es Samantha oder Naomi ist) musste erneut zum Tierarzt gebracht werden – ich hoffe so sehr, dass auch sie es schaffen wird. Wir haben zwei Pflegefamilien gefunden, die drei der Welpen aufnehmen. Leider nur für kurze Zeit, aber natürlich ist das besser als nichts und wir sind glücklich, sie zu haben. Heute Abend werden wir uns zusammensetzen und diskutieren, welche Welpen in die Pflegestellen kommen. Goli können wir diesmal nicht sehen, weil er zurzeit in der Tierklinik kastriert wird.

 

Als wir im Tierheim ankommen, erwähnt Feridun einen weißen Welpen, der um das Tierheimgelände streicht. Er konnte das Hündchen nicht einfangen, weil es weglief, als er sein Auto anhielt. Wir beschließen, nach ihm zu suchen, nachdem wir mit den Hunden Gassi gegangen sind. Dann kommt Sonja dazu und erzählt uns, sie habe am Eingang zum Tierheim einen kleinen weißen Hund gesehen. Fergus entschließt sich, nachzusehen. Natürlich will ihn das "Begrüßungskomitee" begleiten und folgt ihm auf dem Fuß, so dass Fergus zurückkommen muss, damit wir die Welpen einsperren können. Fergus findet schließlich die Hündin, versteckt unter einem großen Wasserrohr. Das arme Ding ist völlig verschreckt und es kostet Fergus einige Zeit, sie davon zu überzeugen, dass er ihr nur helfen will.

 

Wir nennen sie Pipie (nach dem englischen Wort für Wasserrohr). Sie ist keine Welpe, sondern eine kleine Junghündin. Sie ist sehr mager und ihr Halsband ist so eng, dass Fergus es mit dem Messer aufschneiden muss (zwischen Halsband und Hals passt noch nicht einmal ein kleiner Finger).

 

Wir reiben sie trocken, entflohen sie und geben ihr eine Tablette gegen Würmer. Die Welpen von Miss Moneypenny sind inzwischen im Welpenbereich, so können wir Pipie in der Kinderstube unterbringen. Ich biete ihr Trockenfutter an, aber sie kann es nicht fressen. Wir haben weder Welpennahrung noch Nassfutter noch Milch im Tierheim (das "Ende des Monats"-Syndrom), aber ich erinnere mich, dass wir noch Katzenfutter im Auto haben. Ich biete ihr etwas davon an und sie nimmt es gern. Dann richte ich ein Körbchen mit einer Decke für sie her und sie kann ihr Glück kaum fassen. Als sie merkt, dass sie ein warmes Bett und Essen hat und gut behandelt wird, verändert sich ihre Körpersprache völlig und sie wedelt ständig mit dem Schwanz. Arme kleine Hündin! Wer weiß, wie viele Tage sie durch den Regen geirrt ist, bevor wir sie gefunden haben! Sie ist eine sehr freundliche kleine Hündin und sollte leicht zu vermitteln sein.

 

Wir haben noch von einigen weiteren Hunden gehört, die darauf warten, aufgenommen zu werden – einige leben auf der Straße, andere sind von ihren Besitzern nicht mehr erwünscht. Auch darüber werden wir heute Abend sprechen müssen, denn das Tierheim ist voll, sogar überfüllt ... Was sollen wir nur tun???

 

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