Der Mittag war so vorbei, wir hätten noch Stunden
bleiben können. Überwältigt von Eindrücken fuhren wir
in die Stadt zurück. Wir konnten es noch kaum fassen:
Die Hunde sahen alle gut aus, aber diese Menge von
Hunden!! So viele tolle Hunde, denen wir alle einen
Platz in einer Familie wünschten. Schade, des so wenig
Türken einen Hund nehmen, und schon gar nicht aus dem
Tierheim.
Zwei Wochen später, unser Urlaub war schon lange vorbei, waren wir wieder in Istanbul. Am letzten Abend waren wir mit Doruk und Tuana essen gewesen und das Hauptgesprächsthema waren natürlich die Hunde. Ich ziehe meinen Hut vor diesen zwei jungen Frauen: Doruk, mit einem Vollzeitjob, hilft schon sechs Jahre lang im Tierheim. Tuana, Mutter von einem kleinen Kind, hilft auch seit ein paar Jahren: Hunde von der Strasse in SHKD-Tierheim bringen (oder in eine Hundepension, wenn kein Platz im TH ist), Hunde aussuchen für die Vermittlung (und auch den Kinder-, Auto- und Katzentest durchführen), alle Papiere regeln für den Flug, Flugpaten finden oder im Notfall selber mitfliegen usw. usw. Was für eine Arbeit! In der Türkei – Familie und Freunde eingeschlossen – findet man diesen Einsatz für Strassenhunde – sehr merkwürdig. Viel Türken denken auch, dass die Hunde in Europa in Laboren enden und Doruk und Tuana sind auch schon mehrere Male am Flughafen daraufhin angesprochen worden.
Wie lange können sie diese Arbeit fortsetzen? Doruk vergleicht es mit einer Maus, die in ihrem Rad rennt: Das Rad dreht sich, solang die Maus rennt. Aber sie musste auch zugeben, dass es oft schwer ist und viel freie Zeit investiert werden muss. Andere schlafen am Sonntag aus oder unternehmen etwas. Doruk und Tuana müssen um 6.00 Uhr am Flughafen stehen!! An diesem Tag sollten mit drei verschiedenen Flügen Hunde nach Deutschland und in die Niederlande gehen.
Am liebsten würde Tuana auch noch in die Schulen gehen, um Kindern über die Straßenhunde zu erzählen oder Hunde zu Therapiehunden ausbilden, um sie in Krankhäusern und Altenheimen einzusetzen.
Ab 10:30 Uhr konnten wir für unseren Rückflug in die Niederlande einchecken. Beinah zeit gleich mit uns kam auch der Bus vom Tierheim an, mit neun Hunden die mit uns und einem türkischen Herrn mitreisen sollten. Tuana wartete bereits auf uns. Auf ihrem Arm hatte sie einen kleinen schwarz-weißen Hund, den sie am Abend zuvor vor der Tür ihres Wohnhauses gefunden hatte. Sie war noch eine ganze Weile mit dem Hund durch das Wohngebiet gelaufen, in der Hoffnung, den Eigentümer zu finden, aber vergeblich.
“Oh, da ist der alte Esel”, rief Doruk. Diesen Namen hatten sie an einen älteren Mann vom Einchecken gegeben, der oftmals Probleme machte mit den Hunden. Aber heute saß da eine Frau, die dem Tierheim gutgesonnen war. Erst wurden unsere Koffer gewogen und danach die Hunde, um das Übergewicht festzustellen. Glücklicherweise waren nicht alle solche Schwergewichtler wie Jerry, ein großer anatolischer Hütehund, der inkl. seiner Transportkiste 60kg wog. Alle Transportkisten bekamen ein Etikett mit den Namen der Hunde und auch die Türen wurden noch mal extra gut verschlossen. Die Hunde waren bereits ein wenig müde von den Reisetabletten – fertig für den Flug! Auf Wiedersehen Doruk, auf Wiedersehen Tuana! Ihr seid fantastisch, wir hoffen, Euch bald wieder zu sehen.
Eben standen wir noch in Istanbul und auf einmal waren wir schon in Amsterdam-Schiphol. Beim Sondergepäck informierten wir uns, ob die Hunde schon unterwegs waren. Sie kamen sogar eher als unsere Koffer! Ohne Probleme ging’s durch den Zoll. Hinter den Türen warteten bereits die freiwilligen Helfer vom TSV AAI, um uns die Hunde abzunehmen. Beim Meeting Point standen alle neuen Herrchen und Frauchen schon ganz aufgeregt und hielten Ausschau nach ihren Hunden. War es der in dieser Transportkiste oder der andere? Fotoapparate und Videokamera wurden herausgeholt, um alles genau festzuhalten. All diese frohen Menschen: super, das mitzuerleben. Zufrieden mit diesem besonderen Abschluss der Reise ging’s für uns in Richtung Zuhause, zurück zu unserem eigenen spanischen Glücksvogel!
Petra Poorter & Frank Bouwens
Zwei Wochen später, unser Urlaub war schon lange vorbei, waren wir wieder in Istanbul. Am letzten Abend waren wir mit Doruk und Tuana essen gewesen und das Hauptgesprächsthema waren natürlich die Hunde. Ich ziehe meinen Hut vor diesen zwei jungen Frauen: Doruk, mit einem Vollzeitjob, hilft schon sechs Jahre lang im Tierheim. Tuana, Mutter von einem kleinen Kind, hilft auch seit ein paar Jahren: Hunde von der Strasse in SHKD-Tierheim bringen (oder in eine Hundepension, wenn kein Platz im TH ist), Hunde aussuchen für die Vermittlung (und auch den Kinder-, Auto- und Katzentest durchführen), alle Papiere regeln für den Flug, Flugpaten finden oder im Notfall selber mitfliegen usw. usw. Was für eine Arbeit! In der Türkei – Familie und Freunde eingeschlossen – findet man diesen Einsatz für Strassenhunde – sehr merkwürdig. Viel Türken denken auch, dass die Hunde in Europa in Laboren enden und Doruk und Tuana sind auch schon mehrere Male am Flughafen daraufhin angesprochen worden.
Wie lange können sie diese Arbeit fortsetzen? Doruk vergleicht es mit einer Maus, die in ihrem Rad rennt: Das Rad dreht sich, solang die Maus rennt. Aber sie musste auch zugeben, dass es oft schwer ist und viel freie Zeit investiert werden muss. Andere schlafen am Sonntag aus oder unternehmen etwas. Doruk und Tuana müssen um 6.00 Uhr am Flughafen stehen!! An diesem Tag sollten mit drei verschiedenen Flügen Hunde nach Deutschland und in die Niederlande gehen.
Am liebsten würde Tuana auch noch in die Schulen gehen, um Kindern über die Straßenhunde zu erzählen oder Hunde zu Therapiehunden ausbilden, um sie in Krankhäusern und Altenheimen einzusetzen.
Ab 10:30 Uhr konnten wir für unseren Rückflug in die Niederlande einchecken. Beinah zeit gleich mit uns kam auch der Bus vom Tierheim an, mit neun Hunden die mit uns und einem türkischen Herrn mitreisen sollten. Tuana wartete bereits auf uns. Auf ihrem Arm hatte sie einen kleinen schwarz-weißen Hund, den sie am Abend zuvor vor der Tür ihres Wohnhauses gefunden hatte. Sie war noch eine ganze Weile mit dem Hund durch das Wohngebiet gelaufen, in der Hoffnung, den Eigentümer zu finden, aber vergeblich.
“Oh, da ist der alte Esel”, rief Doruk. Diesen Namen hatten sie an einen älteren Mann vom Einchecken gegeben, der oftmals Probleme machte mit den Hunden. Aber heute saß da eine Frau, die dem Tierheim gutgesonnen war. Erst wurden unsere Koffer gewogen und danach die Hunde, um das Übergewicht festzustellen. Glücklicherweise waren nicht alle solche Schwergewichtler wie Jerry, ein großer anatolischer Hütehund, der inkl. seiner Transportkiste 60kg wog. Alle Transportkisten bekamen ein Etikett mit den Namen der Hunde und auch die Türen wurden noch mal extra gut verschlossen. Die Hunde waren bereits ein wenig müde von den Reisetabletten – fertig für den Flug! Auf Wiedersehen Doruk, auf Wiedersehen Tuana! Ihr seid fantastisch, wir hoffen, Euch bald wieder zu sehen.
Eben standen wir noch in Istanbul und auf einmal waren wir schon in Amsterdam-Schiphol. Beim Sondergepäck informierten wir uns, ob die Hunde schon unterwegs waren. Sie kamen sogar eher als unsere Koffer! Ohne Probleme ging’s durch den Zoll. Hinter den Türen warteten bereits die freiwilligen Helfer vom TSV AAI, um uns die Hunde abzunehmen. Beim Meeting Point standen alle neuen Herrchen und Frauchen schon ganz aufgeregt und hielten Ausschau nach ihren Hunden. War es der in dieser Transportkiste oder der andere? Fotoapparate und Videokamera wurden herausgeholt, um alles genau festzuhalten. All diese frohen Menschen: super, das mitzuerleben. Zufrieden mit diesem besonderen Abschluss der Reise ging’s für uns in Richtung Zuhause, zurück zu unserem eigenen spanischen Glücksvogel!
Petra Poorter & Frank Bouwens