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Jetzt nur noch hoffen, dass Fulla nicht bellen, am Toilettensitz nagen oder ins WC springen würde… Ich saß gerade ein paar Minuten, da roch ich es auch schon: ja, ein kleines Häufchen im Gang. Schnell räumte ich alles mit ein paar Servietten auf. Die Stewardess kam auch und versprühte ein wenig Blumenduft aus der Flasche. Ich hörte noch etwas Gekratze an der Tür, aber weiter blieb Fulla ruhig.

In Luxor hatten wir eine Zwischenlandung. Als wir still standen, öffnete ich die Tür zur Toilette, um zu sehen, wie es Fulla erging. Sie lang zusammengerollt auf dem Boden. Gott sei Dank, alles ging gut. Was ein musterhafter Hund. Natürlich sprang sie gleich auf und ich konnte gerade noch verhindern, dass sie durch die Tür schlüpfte. In Luxor kamen noch mehr Passagiere an Bord und jetzt flogen wir wirklich in Richtung Niederlande. Ich konnte mich endlich entspannen. Ungefähr auf der Hälfte des Fluges kam die Stewardess zu mir: Der Pilot wollte mich sprechen. Ich wurde gleich ganz nervös. Was war jetzt wieder los?

Ich lief zum Cockpit und zu meiner Überraschung sah ich ein bekanntes Gesicht: Der Mann, den ich zu Anfang unseres Fluges wegen des zu großen Käfigs gesprochen hatte und der mit mir zusammen eine Lösung gesucht hatte, war der Pilot! Und ich dachte, dass es jemand vom Bodenpersonal war…“Wie geht es dem Hund“, fragte er mich. „Muss er nicht etwas essen oder trinken?“ Er war etwas besorgt, ob wir in Amsterdam-Schiphol keine Probleme bekommen würden, dass wir keine Transportbox oder eine Leine bei uns hatten. Darüber machte ich mir nun gar keine Sorgen. Und wenn! Nach Ägypten zurück schicken würden sie uns sicher nicht. Ich dankte ihm noch einmal für seine Freundlichkeit, konnte es jedoch nicht lassen, ihm noch einmal zu sagen, dass wir doch die Abmessungen des Käfigs ordnungsgemäß durchgegeben hatten. Aha, und jetzt wurde es deutlich: Im letzten Moment war entschieden worden, mit einer kleineren Maschine zu fliegen. Bei dem ursprünglich geplanten Flugzeug hätte alles gepasst!

Gegen 11.00 Uhr landeten wir in Amsterdam-Schiphol. Als alle Mitreisenden ausgestiegen waren, öffnete ich die Toilettentür. Fulla war noch immer springlebendig. Da wir keine Leine hatten, musste Frank sie den ganzen Weg tragen. Bei der Passkontrolle zogen wir sie am Halsband mit uns mit. Ohne Probleme. Beim Gepäckband gab jemand uns einen Gürtel von seinem Koffer. Damit konnten wir Fulla anleinen. „Fulla, yallah“ ermutigte ich sie. „Yallah“ bedeutet im Arabischen „Komm“. Und in der Tat! Fulla hoppelte mit uns mit. Zwar mit eingezogenem Schwanz, aber sie lief. Beim Zoll war niemand zu sehen und wir konnten durchlaufen. Draußen standen schon die Leute von AAI, die uns Fulla abnahmen. Puh… Mission erfolgreich beendet!

Petra Poorter und Frank Bouwens

Schlußbemerkung: Mona erzählte mir später, dass Fulla keine Beruhigungstabletten bekommen hatte, da der Tierarzt Angst hatte, dass ihr Blutdruck im Laderaum zu weit absacken würde. Und wir dachten, dass sie so ruhig war, weil sie eine Tablette bekommen hatte! Fulla wurde einige Monate später adoptiert und lebt jetzt bei einer ganz lieben Familie in Hollandsche Rading (in den Niederlanden).Die Website von SPARE .